Montag, 26. Oktober 2015

Messer - Werkzeug & Waffe

Messer-Gedanken!




Themen:


  • Geschichte
  • Messer – Gebrauchsgegenstand
  • Meine Messer-Philosophie
  • Alltagsmesser
  • Küchenmesser
  • Outdoor Knive
  • Kampfmesser
  • Messerschärfen


Geschichte <
Seit der Steinzeit benutzt der Mensch scharfe Klingen, zuerst aus Stein, vereinzelt aus Knochen, Holz und anderen harten Materialien, die zur Messerherstellung taugten. Sie halfen dem ursprünglichen Pflanzenfresser, andere Nahrungsquellen zu erschließen und beispielsweise Aas zu verwerten, da sein Gebiss nicht zum Zerreißen von Fleisch ausgelegt war.
Messer dienten nicht nur als Waffe, sondern waren auch für die Bereitstellung von Nahrung und Obdach von großem Nutzen. Von seiner frühesten Form hat sich das Messer aus einer Notwendigkeit zu Überleben entwickelt. Auch in der heutigen Zeit bleibt das Messer ein wichtiges Instrument.

Das Messer war seit der Vorgeschichte ein persönliches Universalwerkzeug. Es wurde gleichermaßen von Frauen und Männern aus adligem, bürgerlichem und bäuerlichem Umfeld meist am Gürtel getragen, zählte als Kleidungsbestandteil.
Technologien und Produktionsmethoden sind jedoch fortgeschrittener und ermöglichen dadurch zahlreiche erweiterte Anwendungen
Die Herstellung wurde zunächst von der Funktionalität des Messers als Gebrauchsgegenstand bestimmt.
Zu einer späteren Zeit erhielt es einen künstlerischen Wert, der Glanz, unterschiedliche Farbgestaltung der Klinge, Verwendung von Gold, Silber, Edelsteinen und die Anfertigung kostbarer Einlegearbeiten und Gravuren umfaßte.
Das MESSER, vom Gebrauchsgegenstand bis zum Schmuckstück ist also alle möglich.
In der Jetztzeit ist das Messer für viele in erster Linie Gebrauchsgegenstand, für manche auch Ziergegenstand und beflügelt auch die Sammler.
Heute, wo der Spruch „Geiz ist geil“ in aller Munde ist, gibt es viele Leute, die nur billige Asienmesser oder sonst woher sie auch kommen, kaufen. Nachdem die Messer nicht mehr schneiden, kommen diese auf den Müll, neue Billigmesser werden erstanden.
Anders ausgedrückt, jeder hat halt einen anderen Bezug zu diesem Werkzeug.

Für mich begann die Faszination Messer im beginnenden Volksschulalter, mein erster „Feitl“, ein einfaches Klappmesser, war mein ganzer Stolz.


Am Ende der Volksschulzeit hatte ich das Glück, mit meinem Busenfreund bei einem nahe liegenden Bauern die Schmiede benutzen zu dürfen. Die ersten „Schmiedearbeiten“
mit einem 20 cm Nagel, mühsames Glühen und Hämmern brachten den Nagel in eine messerähnliche Form. Nach der schweißtreibenden Feilarbeit wurde daraus eine halbwegs brauchbare Messerklinge. Auch der Härtevorgang brachte Erfolg, mit einem Holzgriff sah das Ganze schon wie ein Messer aus und schneidet sogar.
Jahre später, bauten wir uns richtige Messer aus einer VW-Käfer Blattfeder, das Ding war so hart, das man es kaum bearbeiten konnte. Dieses Messer überdauerte Jahrzehnte, ich habe es heute noch in Besitz.



Heute bin ich hin & her gerissen, einerseits fasziniert mich das Thema „Messer“ nach wie vor, sowohl als „Messerbauer“ und auch als Anwender.
Es gibt echt tolle Messermacher, die vollbringen wahre Kunstwerke, verwenden extrem gute Messer-Materialien usw. Der einzige Hacken, tolle und hervorragend gute Messer kosten viel Geld.

Einfache Philosophie <
Dazu habe ich für mich eine einfache Philosophie, ein Messer für den täglichen Gebrauch benötigt eine Mindestlänge für die Klinge 10 cm (Schnittfläche). Unter diesem Maß sind die Messer für mich sinnlos, ausgenommen Werkzeugmesser, wie Teppichmesser etc.
Begründung der Klingengröße: ich muß mit dem Messer eine Brotscheibe vom Wecken schneiden können, dazu eine harte Wurst, Speck & Kohlrabi oder ähnliches. Und das geht halt ab 10 cm aufwärts brauchbar.
Der nächste Punkt ist die praktische Verwendbarkeit von Messern. Ein Gebrauchsmesser  muß eine pflegeleichte Klinge besitzen, aus einem brucharmen, aber harten Stahl, und von der Klingenform her leicht zum schleifen sein.

Alltagsmesser <
Ein gutes Beispiel ist das französische Hirtenmesser Laguiole, klein in der Ausführung, 10cm Klinge 12cm Griff, leicht mitführbar, ein originale „Franzose“ wie z.B. die Laguiole Messer vom Meister Honoré Durand. Diese Messer sind mit einer einfachen Klappmechanik und einer rostfreien Klinge aus einem guten Messerstahl von Sandvik, Schweden.




Küchenmesser <
Hier ist die richtige Größe und Form für die jeweilige Anwendung gefragt. Natürlich bedarf es verschiedener Größen und Formen, die richtige Klinge für die gewünschte Anwendung.
Rostfreier Stahl hat bei mir den Vorzug, auch wenn die Härte darunter ein wenig leidet. Für spezielle Einsätze in der Küche kommt auch hochwertiger Kohlenstoffstahl zum Einsatz.
Es gibt auch preiswerte Messer, asiatischer Herkunft mit gewalztem Damaststahl, die in der Küche gut zu gebrauchen sind. Ein gutes Gebrauchsmesser muß nicht immer teuer sein.



Outdoor Knive <
 Gute Stahlmesser, rostfrei, zweckoptimiert – mit Messerscheide oder Holster



Kampfmesser <
benötige ich nicht wirklich, wenn notwendig, ist jedes Messer für mich ein                     Kampfmesser!


Messerschärfen <
Wichtig für das Werkzeug MESSER!  >> Das Schärfen der Klinge.



         
Für den „einfachen Anwender“ genügen in der Regel 2 Doppel – Naßschleifsteine mit der Körnung 400 & 800 sowie 1500 & 3000, damit kann man fast alle wichtigen Klingenkorrekturen machen.


  • 400 für den groben Schliff, wenn kleine Ausbrüch, Scharten oder kleine Dellen
  • 800 für den Korrkturschliff oder Vorschliff
  • 1500 für den Feinschliff, für den schnellen Nachschliff bei geringer Unschärfe
  • 3000 für den Polierschliff (ähnlich wie das Abziehleder)

Die Spezialisten, die vieeeel Zeit investieren benutzen auch 5000 – 8000er Körnung, damit ist der mikroskopische Feinschliff möglich.
Die angeführten Steine sind für fast alle Messer geeignet, für Messer (z.B. deutsche) sind auch Abziehstäbe oder Wetzstähle zum Ausrichten der Klinge geeignet, die optimale Schleifart dafür ist die ballige Version. Mit einem Wetzstahl wird kein Material abgetragen, also nicht geschliffen, sondern der Schneiderat wird durch das Abziehen ausgerichtet.



Fazit:  ein sehr scharfes Messer ist ein Muss für einen guten Koch!

Außerdem ist ein scharfes Messer entgegen der Volksmeinung „ungefährlicher“ in der Anwendung, mit einem stumpfen Messer drückt man mehr und rutscht leichter vom Schneidegut ab, oft gleitet die Klinge in den Finger, hier reicht die stumpfe Schneide für ordentlichen Schnitt in Finger-Fleisch.





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