Montag, 6. März 2017

Sitzteich - das Sommerprojekt 2015

Sitzteich - die Entstehung eines kleinen Teiches...




…auf einer Wiese, die Teil eines kleinen Hausgartens ist, im Garterlausmaß von ca. 8 x 10m.

Aus einem Traum meiner Freundin vom Jacuzzi auf der grünen Wiese wurde ein Sitzteich.
Sitzteich ist eine Definition für einen kleinen Teich der zum Schwimmen zu klein ist, aber in dem man sitzen kann. Dieser Miniteich sollte so natürlich wie möglich sein.

April 2015! Ein Plan wurde ausgetüftelt, die Kosten Daumen mal pi ausgerechnet und los ging dieses Projekt.

So an die 10 – 12 m³ Erde wollen bewegt werden, per Krampen und Schaufel ist das ein Jahresprojekt. Also mußte ein Minibagger her, der durfte nicht allzu breit sein, sonst kommt man nicht auf das kleine Grundstück.
Bevor die Graberei los ging, benötigten wir vorher 2 x 1000 Liter Tanks, einer für den Teich als Ausgleichstank, der 2. fürs Regenwasser, dieser Tank wird künftig die Bewässerungsanlage speisen.
Da der Garten nicht sehr groß ist, sind die Dimensionen des Teiches angepaßt.

Der Sitzteich wurde wie ein großes L angelegt und misst 4 x 3 x 1,5m und hat eine maximale Tiefe von 85cm. Ein kleines Filterbecken ergänzt die Anlage.

Der Skimmer ist auf fixer Höhe, so bleibt immer der gleiche Wasserstand im Teichbecken erhalten. Über den Skimmer läuft das Wasser in einem tiefer liegenden 1000 Liter Tank.
Die Ausführung der Grabarbeiten war sehr abenteuerlich, mit dem Bagger hatte ich schon aus vorherigen Projekten ein wenig Erfahrung. Allerdings wenn man alleine die Arbeiten verrichtet, ist das befüllen der Schiebetruhe, es passen so 2 Baggerschaufeln Aushub drauf, danach selbigen wegbringen, das ist MÜHSAM.
Zu zweit gings dann flotter….
Unglaublich, wieviel Aushub zusammenkam und vor allem wieviel an Sand, Kies und Beton wieder eingebracht werden mußte, zig Tonnen!
Gleichzeitig mit dem Teich wurde auch der Restgarten neu gestaltet, der grindige Fußweg zwischen den Häusern wurde aufgegraben, hier wurden zum Teil die Versorgungsleitungen für Tank & Teich verlegt, ebenso die Verrohrung für die Bewässerungsanlage.
Statt Wiesengrün, das allerdings nur spärlich zwischen den Häusern aufkam, wurde ein Holzweg geplant. Unter dem Motto, immer sauber & trocken, kein Wiesensumpf…
Auch hier wurde viel Erde bewegt und jede Menge Kies eingebracht.
Da ja inzwischen der Sommer Einzug hielt, gingen die meisten Arbeiten flott voran, zum Glück war das Wetter auf unserer Seite. Manchmal auch zuviel des Guten, den die Sommerhitze war oft nicht zu verachten…. 
Zuerst wurden die beiden Tanks eingebuddelt, danach erfolgte der Aushub vom Teichbecken und in Folge der Aushub vom „Gehweg“.
Nach dieser Prozedur wurden die Betonplatten senkrecht eingebracht, die Beckenränder mit selbigen Platten gestaltet. Schön langsam formt sich das künftige Teichbecken.
Nach diesen Arbeiten wurden die notwendige Verrohrung angebracht, alle Anschlüsse verlegt, Stromverkabelung für die Pumpen angebracht usw.
Irgendwann wars dann endlich soweit, das Teichbecken wurde mit Teichvlies ausgestaltet und danach kam die mühselige Einbringung der Teichfolie. Diese war mit 1 mm Stärke sehr widerspenstig und auch schwer, ein Knochenjob.
Dann wurde das Teichsubstrat und Kies eingebracht, die ersten Pflanzerl gesetzt. Gefolgt vom spannenden Moment, Wasser in den Teich zu lassen. Und natürlich die Frage, ist ER dicht…?
ER war leider nicht dicht, an einer Ecke, wo die Folie überlappt, habe ich ein wenig geschlampt, zu tief eingeschnitten. Da der Teich immer bis zur gleichen Wasserlinie ablief, war nach einer Zeit das Leck gefunden…
So, das Wasser war im Teich, die Pflanzerl können jetzt wachsen. Jetzt war die Zeit der Verschönerung angebrochen. Der Teich bekam eine Holzumrahmung, diese ist auch begehbar und ergibt eine nette Optik.
Zum Abschluß folgte die Abdeckung der beiden Tankdome, ebenso mit Terrassenholz, diese Abdeckung dient gleichzeitig als verstellbare Sonnenliege.
Zu guter Letzt wurde noch die Beplankung des Weges und Anschlußflächen mit Terrassenholz durchgeführt.
Im August waren dann die meisten Arbeiten abgeschlossen, jetzt muß noch die Bepflanzung optimiert werden, ebenso die Wasserqualität. Aufgrund der kleinen Wasserfläche und der geringen Tiefe, wird das Wasser sehr warm, zum Plantschen nicht so schlecht, allerdings freuen sich auch die ALGEN.
Ein zusätzliches Filtersystem auf biologischer Basis wurde noch integriert, die Pumpe mit knapp 3500 Liter in der Stunde versorgt den Filterteich und die Pumpe mit Wasser aus dem Teichtank.
Die Pumpe ist eine Spezialausführung und genehmigt sich nur 10 Watt Strom. Mal sehen, ob das für die Zukunft ausreicht.
Obwohl das Algen fischen mit einem Vierkannt Holzstangerl schon stark meditativ wirkt und zum „Teich-Entspannungsprogramm“ gehört.
Alles im allen hat sich der Aufwand, so glaube ich, gelohnt. Der „Sitzteich“ wurde zu einer entspannenden Oase im auch kleinem Garten, mit einem eigenen Mikroklima, daß den Pflanzen UND den Menschen gut tut.
Natürlich freuen sich auch die lieben Tierchen, ob Frosch oder Libelle und was sonst noch so im  und am Teich herumschwirrt.


Die Befürchtung vieler Mitmenschen, daß die Gelsen, Stechmücken & Co über uns herfallen werden, hat sich nicht bewahrheitet, im Gegenteil. Das lag wahrscheinlich am Hunger der Frösche, Vögel und Raubinsekten…. J

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